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Sp Dr S600

Streckenblock auf den Nebenbahnen

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Sp Dr S600

Guten Tag,

 

gab es 1972 auf den Nebenbahnen (Obere Lahntalbahn, Ohmtalbahn, Wohratalbahn) schon Streckenblock, oder sind die Erlaubnispfeile nur da, da die Sim ohne die Erlaubnispfeile

nicht kann?

 

Würde mich über eine Antwort freuen!;)

 

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SpDrSimulant

Moin,

 

Streckenblock gibt es meines Wissens seit Anfang des 20. Jahrhunderts. (Bitte nicht verwechseln mit dem selbsttätigen Streckenblock, der ist deutlich jünger.) Die Frage ist nicht so sehr ob die Sim ohne die Erlaubnispfeile arbeiten kann. Viel "spannender" ist doch: Was macht der Fdl eines Drucktasten-Stellwerks ohne die Erlaubnispfeile in Verbindung mit den Tasten EaT und EaGT, welche die technisch notwendige Anpassung an die - hier mechanischen - Streckenblockanlagen der Nachbarn abbilden? Man wird ihm ja wohl kaum einen grünen Blockkasten mit Kurbel ins Stellwerk stellen...

 

Grüße,

 

Christian

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Fdl Kf

Hallo zusammen,

auch das gab es schon! In Ettlingen West stand für eine Übergangszeit, als der Bahnhof Malsch noch besetzt war und dort ein mechanisches Stellwerk in Betrieb war, ein grüner Kasten und man musste in Richtung Malsch "mechanisch" vor - und zurückblocken. Nach ein paar Monaten wurde dann auch Malsch an das Stellwerk in Ettlingen West gehängt und das Provisorium endete damit.

 

Gruß

Fdl Kf

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Gleissperre

Leider ist Nopileos nicht mehr regelmäßig aktiv, und gemäß meiner Anfrage scheint es derzeit auch niemanden zu geben, den man als Nachfolger bezeichnen könnte. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass er diese Frage bereits in diesem Forum beantwortet hatte. Ich fürchte daher, dass es hier (falls er sich nicht doch noch meldet) niemanden gibt, der das Stellwerk gut genug kannte, um das beantworten zu können.

 

Ich spekuliere mal, dass die Erlaubnispfeile auf dem Stelltisch nur dazu da sind, damit die Simulation besser bedienbar ist, und die Zugmeldung beim Vorbild rein* telefonisch und ohne technische Erlaubnis erfolgte. Es gibt aber in der Tat Relaisstellwerke, die - auch lange Zeit - mit einem handbetriebenen Felderblock betrieben wurden. Und sogar ein ESTW, das über seine ganze Lebensdauer mit Felderblock und Zugschlussbeobachtung über m.W. Monitor(?) betrieben wurde, bis es Ende 2008 stillgelegt wurde. Und es gäbe auch die Möglichkeit, dass ein Relaisblock ohne Gleisfreimeldung vorhanden war, den Signalsoft aber seierzeit nicht unterstützt(e).

 

Falls jemand sich doch damit auskennt: Wie lief das dann mit der Zugschlussbeobachtung ab? Bei der Kreisbahn könnte man den Zugschluss bei der Einfahrt in Marburg beobachten können. Aber wie war das mit Zügen von Sarnau? Vielleicht über die Aufsicht in Cöble?

 

* Edit weil das weiter unten erwähnt wurde: Das Telefonische Anbieten notwendig ist, steht im Wiki. Bei eingleisigen Strecken ohne Zugnummernmeldeanlage ist das aber auch dann notwendig, wenn Streckenblock installiert ist. Im Detail sind diese telefonischen Meldungen anderst, wenn kein Streckenblock installiert ist. Aber das Thema ist für ein Edit zu lang. :)

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SEL

Mal ein Beispiel aus Kleve, einem S60 Stellwerk...

078.jpg

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Helmut
vor 3 Stunden schrieb Gleissperre:

Ich spekuliere mal, dass die Erlaubnispfeile auf dem Stelltisch nur dazu da sind, damit die Simulation besser bedienbar ist, und die Zugmeldung beim Vorbild rein telefonisch und ohne technische Erlaubnis erfolgte.

Für die Nebenbahn nach Sarnau steht im Wiki von Marburg folgendes:

 

"Auf der eingleisigen Nebenbahn mussten die Züge telefonisch angemeldet und eine Bestätigung der Annahme der Züge vom Nachbarfahrdienstleiter eingeholt werden. Nach der Annahme sollte man den Zug nicht vergessen, denn der Gleisbereich auf der Nebenbahn ist nicht überwacht. Es ist schon vorgekommen, dass die Einfahrt vergessen wurde und erst der Anruf des Lokführers vor dem Halt zeigenden Signal den Fahrdienstleiter geweckt hat."

 

Fast das gleiche findet sich im Wiki von Kirchhain für die beiden Nebenbahnen (Wohratal- und Ohmtalbahn) unter "Besonderheiten":

 

"Auf den eingleisigen Nebenbahnen mussten die Züge angemeldet und eine Bestätigung der Annahme der Züge vom Nachbarfahrdienstleiter eingeholt werden. Nach der Annahme sollte man den Zug nicht vergessen, denn der Gleisbereich auf den Nebenbahnen ist nicht überwacht. Es ist schon vorgekommen, dass die Einfahrt vergessen wurde und erst der Anruf des Lokführers vor dem Halt zeigenden Signal den Fahrdienstleiter geweckt hat."

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FirstAid

N'Abend!

 

Soweit ich mich erinnern kann war ja Cölbe, zum Zeitpunkt den die Sim darstellt noch ein besetzter Bhf mit mech. Stw. Wurde mWn nur der besseren Bedienbarkeit und wegen der Verknüpfung mit Kirchhain so gebaut.

 

Lg Poldi

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Nopileos

Moin,

 

puh, jetzt wird's schwierig.

 

Zum Zeitpunkt des Fahrplans wurden Zugmeldungen Richtung Gemünden als auch Burg-Nieder-Gemünden mit per Telefon mit Drehkurbelklingel, siehe http://www.bahnbilder.de/bild/deutschland~sonstiges~sonstiges/521905/altes-telefon-im-stellwerk-walheim-am.html, gemacht. Mit der Drehkurbel wurde per Kurz-/Lang dann der entsprechende Bahnhof "angemorst" und man führte anschließend die Zugmeldung oder Rückmeldung (Gleisfreigabe), wenn der Zug eingefahren, Zugschluss vorhanden und damit die eingleisige Strecke frei war, durch.

Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr daran erinnern, ob die Erlaubnispfeile zu der Zeit existierten. Da muss ich erst zu Hause auf die Bilder schauen. Ich meine, damals wurde mit Sicherungskappen und entsprechenden Magnetmerktafeln gearbeitet, bin mir aber gerade nicht sicher. Ist ja auch schon etwas her.

 

Cölbe war zur Simulationszeit des Fahrplans noch eigenständig, wie Poldi schreibt ein mechanisches Stellwerk. Aber später wurde Cölbe, wie in der Simulation dargestellt, auf den vorhandenen Tisch im Stellwerk Marburg aufgesetzt, Cölbe wegen der Bedienbarkeit leicht angewinkelt. Der Tisch ist also kein Fantasieprodukt, wurde aber erst nach 70/71 entsprechend umgebaut.

 

Da Stadtallendorf noch heute ein mechanisches Stellwerk hat muss(te) man in Kirchhain mittels einem eigenen Kasten per händischer Eingabe die automatische Zugmeldung Richtung Marburg starten. Ab Marburg lief das dann automatisch, da der Rest der Strecke bereits mit SpDrS60 ausgerüstet war. Richtung Stadtallendorf endete das automatische Zugmeldeverfahren in Kirchhain. Züge von Kirchhain nach Stadtallendorf mussten per Fernsprecher gemeldet werden.

 

Gruß

Stefan

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Nopileos

Ich habe mir die Bilder angesehen.

 

Cölbe Richtung Sarnau gibt es in der Tat den Erlaubniswechsel per Taste.

 

In Kirchhain kann ich es ehrlich gesagt nicht mehr mit Gewissheit sagen. Inzwischen - das war auch die bildliche Vorlage vom jetzigen Tisch - ist die Strecke nach Burg-Nieder-Gemünden ja bereits stillgelegt, es geht nur noch bis zum Kieswerk, ab da ist die Strecke bereits zurückgebaut, Nieder-Ofleiden ist schon lange nicht mehr besetzt.

Dadurch hat der Fahrdienstleiter die Alleinzuständigkeit für diese Strecke, Erlaubniswechseltasten machen keinen Sinn. Auf dem jetzigen Tisch, der umgebaut wurde, gibt es deshalb keine Tasten.

 

Der alte unveränderte Originalstelltisch wurde von mir nach Erinnerung gebaut. Aber da gerade der Bereich mit neuen Plättchen versehen ist und ich mich echt nicht mehr erinnern kann, kann ich weder Ja noch Nein sagen. Ich tendiere aber eher dazu, dass auch damals mit Schutzkappen gearbeitet wurde.

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